Josefa Sommer

 

Geb. 23.10.1982

 

Josefa Sommer ist auf dem elterlich geführten Gut Waitzrodt in Immenhausen beheimatet.

Sie wurde am 23.10.1982 geboren. Beruflich ist sie als Physiotherapeutin für Menschen und Pferde tätig. Ihre ein-Mann Praxis möchte sie gerne zu einem kleinen Reha-Betrieb für Pferde ausweiten.

Josefa, auch Sefi genannt, ist Mutter von zwei Kindern. Sie ist Tochter von pferdebegeisterten Eltern, die sie schon früh mit Vielseitigkeits-Virus infizieren konnten. Josefas Karriere begann auf Pferden aus der Zucht ihres Vaters. Ihre Eltern unterstützen sie auch heute noch in allen Belangen. Doch auch Florian Appe aus Wolfsburg trägt Mitschuld an ihrer Karriere: Zunächst kaufte er Henry aus der Sommer’schen Zucht als Jagdpferd. Doch er entschied sich, Josefa zu unterstützen und ihr Henry für den Turniersport zur Verfügung zu stellen.

Dasselbe machte er auch mit Hamilton, Josefas derzeitigem Spitzenpferd. Neben dieser – für Josefa wahnsinnig wichtigen – Unterstützung begleitet er sie auch auf die Turniere und feiert jeden Erfolg haut nah mit. Doch auch ohne ihren Mann Christoph wäre es nicht möglich, ihren Sport so auszuüben. Er ist selber kein Reiter, hält Josefa aber zum Reiten den Rücken frei und unterstützt sie, wo er nur kann.

Die Dressur trainiert Josefa mit Philipp Hess, das Springen mit Ulli Illinger. Wenn es Kind und Kegel zeitlich zulassen, fährt sie zusätzlich zum Springtraining nach Warendorf zu Rüdiger Schwarz. Ein ganz besonderes Erlebnis waren für Josefa die Deutschen Meisterschaften 2013 in Schenefeld: Trotz Patzern in der Dressur gelang es ihr, sich auf den 11. Platz in der 3* Prüfung (7. Platz Meisterschaftswertung) vorzuarbeiten- durch fehlerfreie Ergebnisse im Gelände- und Springparcours.

Der Sieg der Mannschaft bei der ländlichen Euro in Laintal war für sie vor allem etwas Besonderes, da die Mannschaft einen tollen Zusammenhalt geboten hat. Viel Spaß gehörte auch dazu. Nach ihrer zweiten Babypause konnte sie 2014 in der ersten 3* Prüfung in Malmö direkt auf den 9. Platz reiten.

Die Saison 2014 konnte sie mit dem Sieg der Mannschaft im Nationenpreis CICO3* in Waregem abschließen. Sie platzierte sich auf dem 7. Platz der Einzelwertung. Das Besondere – egal in welcher Konstellation die Mannschaft in die Wertung eingegangen wäre – das deutsche Team hätte immer gewonnen. Es gab also kein „Streichergebnis“ im eigentlichen Sinne. Josefa freut sich jedes Mal, wie ihre Pferde für sie kämpfen und über sich hinaus wachsen. Sie musste im Junioren und Junge Reiter Lager häufig lernen mit Niederlagen umzugehen. Deshalb konnte sie die Frustration in Renswoude auch gut wegstecken und gestärkt daraus hervorgehen: Nach der Dressur lag sie mit Hamilton an zweiter Stelle. Doch im Gelände war der eigensinnige Wallsch nicht davon zu überzeugen, sich zu Sprung 8 zu bewegen – einer Kutsche mit lebensgroßem, schwarzen Pferd.

Als Vorbilder sieht Sefi die eigenen Reihen des Championatskaders an- die derzeitige Weltspitze. Aber auch die Routiniers William Fox-Pitt und Andrew Nicholson faszinieren sie bei jedem Geländeritt. Auch wenn sie weiß, dass es aufgrund der guten deutschen Vielseitigkeitsreiter enorm schwer wird- Josefa möchte gerne einmal unter deutscher Flagge bei einem Championat reiten können. CCI3* ist dafür ihr Etappenziel.

 

Bericht Quelle Vielseitigkeitsport Deutschland 

 

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